Wir stellen uns vor: 1792 - 2009

  1050 Jahre Effelder - Festumzug mit Fahne und historischer Feuerspritze

Damals riefen die Kirchenglocken die Feuerwehrmänner zum Einsatz. Mit Pferdewagen eilten unsere Urgroßväter zum Brandherd und nach dem Kommando „Wasser Marsch“ hieß es eifrig pumpen. Manche der Erlebnisse und Geschichten aus den letzten 215 Jahren sind bis heute überliefert:

so zum Beispiel 1892 im Juli ein Großbrand bei dem 1 Frau und zwei Kinder im Schlafzimmer verbrannten

der hitzige Beginn des 19. Jahrhunderts

1930 Brand der Hofburg

oder 1949 der Großbrand in der Schlossgasse, der weite Teile der Straße verwüstete.

   schwerer Verkehrsunfall in Richtung Grümpener Höhe

Wir haben uns zur Jahrhundertwende noch auf Pferdefuhrwerke und Handziehspritzen verlassen. Das erschien uns praktisch, schnell und sicher. Im Laufe der Zeit verbesserte sich die Löschtechnik allerdings enorm. In der Nachkriegszeit wurde ein Einachshänger mit Zugstange angeschafft, in den 50er Jahren folgte das erste motorisierte Fahrzeug – ein so genannter K 30, in den 80er Jahren kam als Ersatzbeschaffung ein LF 8-TS8 auf dem Fahrgestell Robur LO. Die beiden heute vorhandenen Fahrzeuge wurden 1999 angeschafft. Die heutige Technik umfasst ein Kleintanklöschfahrzeug, dass mit neuester Technik wzb.: Schnellangriffseinrichtung, Notstromaggregat, 2 Tragkraftspritzen, Schaummaterial, sowie Atemschutzgeräte ausgerüstet ist. Des Weiteren steht ein Mannschaftstransportwagen mit Lautsprecheranlage und diversen Kleinmaterial zur Verfügung. Zusätzlich stehen ein Schlauchtransportanhänger und ein Tragkraftspritzenanhänger zur Verfügung.

 
Thüringens stellvertretende Ministerpräsidentin Frau Birgit Diezel zu Gast bei der FFW Effelder

Unser Ziel ist allerdings immer noch das gleiche: Schaden abwenden und Mensch und Tier zu retten.
Die Aufgaben sind aber vielfältiger geworden. Feuerwehrleute haben heute viel mehr zu tun, als Brände zu löschen oder überflutete Keller leer zu pumpen. Sie leisten technische Hilfe bei Unfällen, arbeiten am aktiven Umweltschutz und sind außer für den Strahlenschutz auch für den Katastrophenschutz gut gerüstet. Zu der ursprünglichen Aufgabe Löschen kamen also Retten, Schützen und Bergen hinzu. Heutzutage ist die Feuerwehr dementsprechend nicht mehr wegzudenken.

Natürlich können wir heute auf viel mehr und ausgefeiltere Hilfsmittel als im Jahre 1792 zurückgreifen. Bereits in diesem Jahr wurde in Effelder die erste Feuerspritze angeschafft – die Geburtsstunde der Effelder Feuerwehr.

 
Vorbereitung zur Übung Verkehrsunfall - "Opfer" Stefanie perfekt vom DRK SON geschminkt

Mehr Aufgaben heißt aber auch mehr Training und mehr Ausbildung. Um ständig auf den aktuellsten Stand zu bleiben treffen wir uns vier Mal monatlich zu theoretischen und praktischen Ausbildung. Spezialausbildung mit der Stützpunktfeuerwehr Schalkau sowie der Sanitätsbereitschaft Sonneberg wird zusätzlich durchgeführt.

Viele von ihnen liebe Homepagebesucher verfolgen unsere Übungen und Einsätze. Einige von Ihnen haben im Ernstfall auch schon mal sorgenvoll die Sekunden gezählt, zwischen Ihrem Anruf und unserem Auftauchen. Wenn die Sirene heult und die Piepser Alarm schlagen, wissen wir nicht, was auf uns zukommt – ein Großfeuer? Sind Menschen in Gefahr? – Oft kommt es hier auf jede Sekunde an. Wir müssen uns auf das schlimmste gefasst machen.

  Verkehrsunfall Ortsausgang Effelder B 89 Richtung Schichtshöhn

Seit 1792 im Einsatz fürs Gemeinwohl - 218 Jahre FFW Effelder